Montag, 6. Februar 2012
Mitgliederversammlung 2007

Zunftmeister Ralf Schräpel: "Wir brauchen jede helfende Hand"

ALDINGEN - Zwar sei über "das zarte Pflänzchen Partnerschaft" zwischen dem Narrenverein und den Original Lindenmännle "ein starker Frost gezogen", sagte Zunftmeister Ralf Schräpel bei der Hauptversammlung des Narrenvereins. Doch trotz des Rückzugs der Lindenmännle aus der Kinderfasnet 2008 ist diese nicht gefährdet.

In der kalten Erich-Fischer-Halle waren diesma
l nicht so viele Mitglieder zusammengekommen wie beim letzten Mal. Zunftmeister Ralf Schräpel schlug in seinem Bericht auch kritische Töne an, als er den Dank an die Helfer mit der Feststellung verknüpfte, dass es "immer die Gleichen" seien, die den Verein durch Muskelkraft und Fleiß unterstützen würden: "Mir ist klar, Party machen ohne Verpflichtung ist angenehmer, als sich als Helfer zu engagieren, jedoch brauchen wir jede helfende Hand."

Gute Einnahmen brachte der Umzug mit 40 Zünften und Vereinen. Auch 2008 wird er am Sonntag, 27. Januar, wieder durch Aldingen ziehen. Verglichen mit dem Umzug lohnen sich zwar die Veranstaltungen im Dorf am Schmotzigen sowie die Kinderfasnet und das Narrenbaumfällen rein finanziell weniger, wie Kassiererin Gabriele Hafner feststellte. Dennoch seien sie für die Brauchtumspflege im Ort und die Mitgliedergewinnung wichtig.

Die Teilnahme am Aldofescht hat in diesem Jahr nur wenig Geld gebracht, wofür die Narren auch den schlechten Standort ihres Zeltes verantwortlich machen. Weil "das Ergebnis in keinem realistischen Verhältnis zur Arbeit" stehe, sagte Schräpel, werde man sich 2008 nicht am Aldofescht beteiligen.

Mit dem finanziellen Überschuss, den das vergangene Vereinsjahr gebracht hat, wird der Verein neue Narrenbändel aus Lkw-Plane in den Vereinsfarben für den Straßenschmuck anschaffen.

"Ein wenig enttäuscht" zeigte sich Zunftmeister Schräpel über die Entwicklung der Partnerschaft mit dem anderen Fasnetsverein im Ortsteil, den Lindenmännle. Diese wollen sich aus Mangel an Helfern im kommenden Jahr nicht an der Kinderfasnet beteiligen. Trotzdem muss diese nicht ausfallen - schließlich ist sie ja zur Gewinnung des künftigen "Narrensamens" wichtig - , denn man hat mit der Aldinger Guggenmusik einen neuen Partner für die Kinderfasnet 2008 gefunden.

Gut funktioniert die Zusammenarbeit mit der Aixheimer Narrenzunft "Hans Wuost", deren Zunftmeister Franz Gruler auch die Entlastung der Narrenfreunde-Vorstandschaft erbat, bevor Bürgermeister Reinhard Lindner die Wahl leitete. Der zweite Zunftmeister Filippo Campagna, "Häsmeisterin Narro" Renate Kalista und "Häsmeisterin Lindenmännle" Manuela Zigaitis wurden in ihren Ämtern bestätigt. Neuer "Häsmeister Hexen" wurde Mischel Ewert. Der dadurch frei gewordene Beisitzerposten wurde mit Heinz Öfinger (zunächst auf ein Jahr gewählt) wieder aufgefüllt, die Beisitzerinnen Sandra Lummer und Nicole Merkt wurden in ihren Ämtern bestätigt. Mit dem finanziellen Überschuss, den das vergangene Vereinsjahr gebracht hat, wird der Verein neue Narrenbändel aus Lkw-Plane in den Vereinsfarben für den Straßenschmuck anschaffen.

 
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